Das Mampe und Rennsport Hand in Hand gehen ist natürlich bekannt. Vor allem in Kombination mit den Namen Zakspeed und AMG Mercedes, mit denen Mampe in der Tourenwagen Meisterschaft für Aufsehen gesorgt hat. Und zwar mit dem unter Rennsport Liebhabern bekannten Ford Escort und Capri mit dem Mampe Halb und Halb Branding und dem von AMG getunten Mercedes 450 SLC. Eine konstante gibt es zwischen diesen beiden Teams und verschiedenen Automobilherstellern: den Fahrer, Hans Heyer. 

 

Hans Heyer, Deutschlands erfolgreichster Go-Kart Pilot aller Zeiten vor Michael Schumacher und Sebastian Vettel. Der Mann mit dem Hut, wie er auch gerne genannt wird da er immer einen Tiroler Hut auf hat, ist im deutschen Rennsport unvergessen und zusammen mit Mampe hat er Formel 1 Geschichte geschrieben, die es so noch nie gab und heute nichtmehr zu erdenken wäre. 

 

Es schreibt das Jahr 1977, und der Große Preis von Deutschland der Formel 1 startet am Hockenheimring. Das Qualifying hat sich 1977 noch über 2 Tage gestreckt und hatte insgesamt 30 Fahrer, die an den Start gingen. Im Rennen durften 24 Fahrer starten, sortiert nach der schnellsten gefahrenen Runde der 2 Qualifying Tage. Hans Heyer landete auf Platz 27, mit vier Zehntelsekunden Rückstand auf den 24. platzierten. Immerhin landete er im Qualifying vor Emerson Fittipaldi, einem zweifachen Weltmeister. 

 

Aber Heyer hatte sich fest in den Kopf gesetzt zumindest einmal in der Formel 1 an den Start zu gehen und hegte einen gewagten Plan, der in die Geschichte der Formel 1 eingehen sollte: «Ich habe mein Auto an einer strategisch günstigen Stelle platziert und gewartet. Die Grid-Girls waren damals Gokart-Fahrerinnen, und ich kannte die meisten von ihnen gut. Ich sagte: “Mädels, wenn ihr von der Startaufstellung zurückkommt, dann stellt euch um mein Auto herum und gebt mir Sichtschutz.”»

 

Dann ging alles schneller als die Offiziellen schauen konnten. Zwei Fahrer kamen direkt zu Beginn des Rennens ab der Strecke und Heyer nutzte die Chance. Im Sichtschutz der Grid-Girls fuhr er auf die Strecke, was besonders bei den Heim-Fans super ankam. Jede Runde auf der Start- und Ziel-Geraden johlten und jubelten die Fans, wenn der Penske Wagen mit dem Mampe Elefant vorbeifuhr. 

 

Bevor die Rennleitung mitbekommt, dass dort einer fährt, der gar nicht fahren darf und die schwarze Flagge weht gibt das Getriebe von Heyer auf, sodass er gar nicht weiter fahren kann. Es wird allerdings gemunkelt, dass Heyer auch sehr gute Kontakte zur Rennleitung hatte, sodass für seine 9 Runden Formel 1 beide Augen zugedrückt wurden. Wer weiß…

 

Heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit im Hochsicherheits-Konglomerat der Formel 1. Die Strafen wären undenkbar, aber auch damals gab es schon eine GP-Sperre als Strafe. Nur hat das Heyer reichlich wenig gestört, da er sowieso nicht mehr geplant hat bei der Formel 1 mitzufahren. 

 

Und so ist es passiert, dass der Mampe Elefant in der Formel 1 vertreten war und die Deutschen Fans in Euphorie versetzt hat.

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